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Hanf & CBD Ratgeber

Hanf und CBD Ratgeber (Artikelbild)

Dass Hanf eine der ältesten Nutzpflanzen der Welt ist, könnte man in den letzten Jahren des Verbots von Hanf fast schon vergessen haben. Tatsächlich wurde er in China schon vor mindestens 10.000 Jahren genutzt. Über Indien und die antiken Hochkulturen im heutigen Irak verbreitete sich der Hanf schließlich rund um die Welt. Die alten Griechen verwendeten Hanf zur Herstellung von Kleidern, aber auch Cannabis-Gebäck, welches „Ausgelassenheit und Vergnügen hervorruft“ (Galen 200 n. Ch.) erfreute sich großer Beliebtheit. Über Spanien fand im 13. Jahrhundert eine weitere Anwendung der Hanffaser den Weg nach Europa: die Papierherstellung. So entstand in Nürnberg bereits 1290 eine erste Papiermühle, und Gutenberg druckte 1455 seine berühmte Bibel auf Hanfpapier.

Hanf als Rohstoff

Heute gilt Hanf als Rohstoff bzw. natürliche Ressource und gemeint ist damit der Nutzhanf bzw. Faserhanf mit einem THC-gehalt unter 0,3%. Aufgrund seiner hervorragenden Eigenschaften ist Hanf in vielen Bereichen des Alltags angekommen. Er ist ebenso geeignet für den Hausbau, wie als Basis für Farben und Lacke.

Moderne Hanfbauern unterscheiden vier verschiedene Teile der Pflanze mit wirtschaftlicher Bedeutung.

  1. So sind Hanfsamen lecker und ernährungsphysiologisch durchaus sinnvoll im Müsli oder in Backwaren. Aus den Samen gepresstes, rauschfreies Hanföl hat viele Anhänger, aber auch der Presskuchen, also die Samenreste nach der Ölgewinnung, sind kein Abfall und können zum Beispiel ans Vieh verfüttert werden.
  2. Hanffasern eignen sich aufgrund ihrer Langlebigkeit und Schädlingsresistenz bestens als Dämmstoff, ebenso für die Herstellung von Textilien und von Papier.
  3. Die Schäben – die Reste der verholzten Pflanzenteile, die sich nicht zur Fasergewinnung eignen – sind ebenfalls wertvoll und finden vor allem als Tiereinstreu Verwendung, besonders für Pferde. Die absorptionsfähige Einstreu aus Hanf ist zudem leicht kompostierbar.
  4. Blatt und Blüte der Hanfpflanze werden heute zu „ätherischen Hanfölen“ veredelt. Diese Wasserdampfdestillate werden als Geschmacksstoffe in Lebensmitteln oder als Geruchsstoff in z. Bsp. Waschmitteln eingesetzt.


Hanf ist äußerst vielseitig und wird heute in der Papierindustrie, in der Automobilindustrie, in der Bauwirtschaft, in der Textilindustrie, in der Lebensmittelbranche, in der Landwirtschaft und in der Chemieindustrie verwendet.

Hanf in der Medizin

Die in Hanf enthaltenen Cannabinoide lassen ihn auch in der Medizin vielfältige Anwendungsmöglichkeiten finden. Die medizinische Verwendung von Hanf ist mindestens 4500 Jahre alt. Nicht nur die alten Chinesen nutzten Hanf für medizinische Zwecke, auch der Leibarzt des römischen Kaisers Nero, Hildegard von Bingen, Martin Luther oder die englische Königin Victorie wussten Hanf als Medizin zu schätzen. Noch 1937 wurde Hanf bei über 100 Krankheitsbildern verschrieben, bis man ihn 1941 von der Medikamentenliste nahm. Und obwohl die medizinische Verwendung in den Kriegsjahren fast vollständig verschwand, wurde die Forschung an einer der ältesten Medizinalpflanzen im Hintergrund fortgesetzt. Neben dem Gehalt von Delta-9-THC wurden in den vergangenen Jahrzehnten über 60 Cannabinoide isoliert und beschrieben. Jedoch scheint das medizinische Potential von Hanf noch viel größer zu sein, als bislang angenommen. Dies führte nun auch dazu, dass im Jahr 2017 Cannabisarznei in Deutschland wieder zugelassen wurde. Chronisch- und Schwerstkranke erhalten diese auf Rezept und mit Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen. So können nach der Wiederaufnahme in die Arzneimittelliste mehr Kranke von dieser alten Medizinpflanze profitieren.

Allgemein hingewiesen wird darauf, dass bei einer vorgeschädigten Leber oder regelmäßiger Medikamenteneinnahme vor der Verwendung CBD-haltiger Substanzen ein Arzt oder Psychiater zu konsultieren ist, denn CBD kann mit anderen Stoffen und Medikamenten ungünstig interagieren.
Ob berauschend oder nicht, hängt von der Pflanze ab

Bei Hanf denken die meisten zuerst an die berauschende Wirkung des THC (Tetrahydrocannabinol). Für diese Wirkung benötigt man eine THC-reiche Sorte wie Cannabis indica. Einer geringeren, aber wachsenden Bekanntheit erfreuen sich Nutzhanf-Sorten, aus denen die psychoaktiven Substanzen herausgezüchtet wurden. Der THC-arme Nutzhanf Cannabis sativa bildet zum Beispiel die Grundlage für die Hanfpulver-Kapseln von O’CLAIR health. Er liefert die zwei pflanzlichen Cannabinboide CBD (Cannabidiol) und vor allem dessen chemische Vorstufe in Form der Cannabidiolsäure CBD-A, hat jedoch keine berauschende, „high“ machende Wirkung.

Das menschliche Endocannabinoid-System

Der menschliche Körper will natürlicherweise in Balance sein oder kommen. Der hierfür verantwortliche Regulator ist das Endocannabinoidsystem. Über das ECS werden zum Beispiel Blutdruck, Herz-Kreislauf, Schlaf-Wach-Rhythmus, Immunsystem, Körpertemperatur und Hormonhaushalt geregelt. Bestimmte Pflanzenstoffe des Hanfs, die sogenannten Phytocannabinoide, ahmen Effekte der körpereigenen Cannabinoide nach und helfen somit bei der Aufrechterhaltung der inneren Balance. Sind wir überfordert und geht unsere Balance verloren, führt das zu Dysbalancen wie Schlafstörungen, Schmerzen, Krämpfen oder Darmerkrankungen. Pflanzliche Cannabinoide können dem Körper helfen, sein Gleichgewicht wieder herzustellen.

Was sind Cannabiniode

Cannabinoide sind natürliche chemische Verbindungen, die es nicht nur in der Hanfpflanze gibt. Gerade in Stress- und Belastungssituationen werden sie vom Körper im Gehirn selbst gebildet. Wenn die körpereigenen Cannabinoide nicht ausreichen, sind die Phytocannabinoide in zum Beispiel Hanfpulver-Kapseln oder Hanföl eine hervorragende Ergänzung und Unterstützung des Endocannabinoidsystems. Sprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt oder Heilpraktiker vor dem Beginn der Einnahme, um Wechselwirkungen mit anderen Mitteln auszuschließen.
Studienlage

Seit der Entdeckung des endogenen Cannabinoid-Rezeptorsystems wird intensiv an Medikamenten auf Cannabisbasis geforscht. Bereits 2011 wurde in Deutschland erstmals ein Cannabisextrakt arzneimittelrechtlich zugelassen. Es gilt mittlerweile als erwiesen, dass Cannabinode bei verschiedenen Erkrankungen einen therapeutischen Nutzen zeigen.
(Quelle: Dtsch Arztebl Int 2012; 109(29-30): 495-501; DOI: 10.3238/arztebl.2012.0495)

Bei Leafly.de lesen wir (Zitat):

„Die angstlösende, antidepressive und neuroprotektive Wirkung von CBD ist unter anderem damit zu erklären, dass CBD am 5-HT1A-Rezeptor andockt bzw. verdrängt es hier Agonisten. Zudem wirkt CBD am GPR55-Rezeptor antagonistisch und indirekt am μ- und δ-Opioid Rezeptor.“

„Zahlreiche Studien haben in den vergangenen Jahren gezeigt, dass die Cannabinoide aus der Cannabispflanze entzündungshemmend wirken können. Auch einige aktuelle Studien legen nahe, dass CBD hilfreich sein könnte.“

Geforscht wird zu CBD in Zusammenhang mit verschiedensten Erkrankungen. So gibt es Untersuchungen, die sich damit beschäftigen, ob CBD in der Krebstherapie wirksam werden kann, ebenso wie bei Multipler Sklerose, Schizophrenie und Psychosen, Burnout, Epilepsie, Entzündungen, Schmerzen, Übelkeit, Stress, Erbrechen und Schlafstörungen. Viele Studien laufen noch oder sind kurz vor dem Abschluss. Die Intensität und der große Umfang der Forschung zu CBD lässt vermuten, dass sich positive Effekte ableiten lassen könnten. Dennoch müssen diese Vermutungen zuerst hieb- und stichfest sowie wissenschaftlich bewiesen werden. Und bisher gibt es noch keine Langzeitstudien, die all diese Wirkungen zu hundert Prozent belegen können.

Zu eventuellen Nebenwirkungen gibt es ebenfalls noch keine endgültigen Aussagen. Es wird untersucht, ob es als NW eventuell zu Schläfrigkeit und niedrigem Blutdruck kommen könnte. Auch hier gilt: Zu den Nebenwirkungen gibt es bisher noch keine Langzeitstudien, sichere Aussagen können deshalb nicht zu 100 Prozent getroffen werden.

Insgesamt ist die Studienlage also noch relativ dünn. Es ist davon aber auszugehen, dass in den kommenden Jahren weiter an CBD geforscht wird und somit bald belastbare Studienergebnisse zur Verfügung stehen werden.

Hanfpulver Kapseln

Sana Hemp ist der exclusive niederländische Hersteller für die Reformhaus Plus Hanfpulver Kapseln mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in der Kultivierung von Cannabis sativa, der auf EU-zertifizierten Feldern angebaut wird. Nach der Gewinnung eines Rohhanfsaftes aus frisch geernteten Blättern und Samen wird dieser Saft bei minus 96°C eingefroren und so gleichzeitig in seiner hohen Qualität schonend konserviert. Anschließend erfolgt die Gefriertrocknung, bei der die organische Trockensubstanz gewonnen wird. Das Ergebnis ist ein nährstoffschonend gefriergetrockneter Saft aus den Blättern und Samen der Nutzhanf-Sorte Cannabis Sativa (THC-frei). Von der eingesetzten Hanfmenge bleiben ca. 6% in Form von reinem, konzentrierten Hanf(saft)pulver, sozusagen die Quintessenz des Hanfsafts, übrig. Das Hanfpulver wird anschließend in vegane Cellulose Kapseln abgefüllt.

Übrigens: Beim Anbau von Hanf müssen keine Pestizide, Pflanzenschutz- oder Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt werden, da die Hanfpflanze sehr widerstandsfähig ist. Hanf muss im Prinzip nicht einmal gedüngt werden.

Welche Anbieter gibt es

Der Markt für Hanfprodukte wächst stetig. Wichtige Anbieter sind aktuell Reformhaus Plus, MEDIHEMP, HempaMed und viele andere. Wir wollen Ihnen im Folgenden ein paar Hersteller und ihre Produkte vorstellen.
Die Hanfpulver Kapseln von Reformhaus Plus wurden bereits ausgezeichnet als Reformprodukt des Jahres 2017. Und dies aus den folgenden Gründen:

Hanfkapseln in besonderer Qualität

  1. Die Art des Rohstoffs: verwendet wird statt vermahlener Hanfsamen hochwertiger Hanfsaft. Samen und Saft liefern völlig unterschiedliche Inhaltsstoffe, so dass sich zwei ganz verschiedene Produkte ergeben. Hanf als Ölsaat liefert vor allem Proteine, Fettsäuren und Vitalstoffe, während Hanfsaft aus den Blättern und Samen die wertvollen Phytocannabinoide liefert.
  2. Die Herstellung durch schonende Gefriertrocknung erhält die empfindlichen Nährstoffe.
  3. Die Qualität: Die Hanfkapseln von Reformhaus Plus besitzen Rohkost-Qualität, was bedeutet, dass die Rohstoffe bei der Herstellung nicht über 45°C erhitzt werden. So wird laut Hersteller gewährleistet, dass das CBD-A (Cannabidiol-Säure) erhalten bleibt.
  4. Die Inhaltstoffe: Die aktuelle Studienlage zeigt eine rege Erforschung von CBD-A und CBD. Da CBD-A eine größere Ähnlichkeit mit körpereigenen Cannabinoiden aufweist, haben Studien mit Blick auf dieses besonders an Bedeutung gewonnen. Insofern sind die Produkte von Reformhaus Plus ihrer Zeit voraus.

Der Gehalt für CBD-A liegt laut Nährwertangabe des Herstellers bei 6,9mg pro Kapsel.

Die Reformhaus Plus Hanfpulver Kapseln sind 100% vegan, besitzen Rohkost-Qualität und werden streng rückstandskontrolliert. Die besonderen Inhaltsstoffe des Hanfpulvers sind seine (Phyto-)Cannabinoide. Das Cannabidiol (CBD) und dessen chemische Vorstufe, die Cannabidiolsäure (CBD-A) entfalten sich zusammen mit den vom Körper selbsthergestellten (Endo-)Cannabinoiden im sogenannten Endocannabinoid-System

Die Bedeutung als Nahrungsergänzungsmittel

Die Reformhaus Plus Hanfpulver-Kapseln sind Nahrungsergänzungsmittel, da sie die allgemeine ausgewogene Ernährung durch konstante Versorgung mit Phytocannabinoiden ergänzen. Halten Sie sich an die empfohlene Verzehrmenge laut Herstellerangabe auf der Verpackung und überschreiten Sie diese nicht. Ebenso ersetzt die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln nicht eine ausgewogene Ernährung.

Der Hersteller Sativavital

Zusammen mit Biobauern aus der Region bewirtschaftet der Hersteller Sativavital rund 200 Hektar Land. Der gesamte Prozess von Anbau bis Verarbeitung liegt in der Hand des Herstellers. So kann Sativavital höchste Qualität seiner Hanfprodukte garantieren.

Sativavital nutzt ausschließlich EU-zertifizierte Bio Nutzhanfsorten, aus denen der berauschende Hanf-Inhaltsstoff THC weitgehend herausgezüchtet wurde. Mit einer besonders schonenden CO2-Extraktion werden die wertvollen Inhaltsstoffe aus der Pflanze gewonnen. Der Rohextrakt wird für die Bio Vollextrakte mit Cannabidiol (CBD) und Cannabigerol (CBG) in weiteren Arbeitsschritten veredelt. Lösungsmittel und Zusatzstoffe kommen hierbei selbstverständlich nicht zum Einsatz.

Die Hanf-Produkte sind Bio-zertifiziert nach den strengsten Kriterien der AT-BIO-301 Prüfstelle. Sativavital bietet CBD-haltiges Hanföl und Hanföl-Kapseln an. Die Einnahme der Kapseln ist unkompliziert, während sich das reine Hanföl sehr gut dosieren lässt. So kann der Anwender durch Probieren sehr leicht seine persönliche Dosis finden.

Verzehrempfehlung für die Hanfkapseln:

Wenn Sie Hanfprodukte kaufen möchten, sollten Sie sicher gehen! Bestellen Sie zum Beispiel die hochwertigen Hanfkapseln von Reformhaus Plus, gilt folgende Verzehrempfehlung: täglich 1 Kapsel mit ausreichend Flüssigkeit einzunehmen. Die Kapsel kann aber auch geöffnet und das Pulver zum Beispiel in Smoothies, Müsli oder Joghurt eingerührt werden. Der Geschmack ähnelt dem von herb-aromatischen grünen Gemüse.

Weitere Hanfprodukte in Bio-Qualität finden Sie ebenso im gesundSein Shop:


Bildnachweise (Elements.Envato.com):  Cannabidiol Pills © twenty20photos / Healing seeds concept © Prostock-studio / Cannabis leaves, hemp leaves, in white porcelain bowl © PeterHermesFurian / Different types of hemp extract products – cannabis leaves, seeds, protein powder, flour on green © jchizhe /Cannabis oil and green leaves at white table © Nadianb

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